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  • Rock im Park 2010 – die ganze Story

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    scissors
    14. Juni 2010festival

    Hurra, ich hab Rock im Park 2010 überlebt…erstmalig mit richtig gutem Wetter ab Freitag. Wahnsinn…ich habs ja nicht geglaubt…Sonne und Hitze bei RiP, sowas sind nur Märchen. Aber es war tatsächlich heiß – superheiß!!! Außer natürlich am Donnerstag, da hat es geschüttet wie aus Eimern, passend zum Aufbau…ganz ohne geht’s halt doch nicht.

    Am Donnerstag sind wir superfrüh gestartet, weil wir erstens einen anderen Parkplatz und zweitens einen anderen Eingang nehmen wollten.
    Hätte Sebbi seine Karte nicht vergessen, wären wir also um 6 Uhr gen Nürnberg unterwegs gewesen…so kamen wir dann erst 6:15 Uhr oder so los. Im strömenden Regen. Klasse.

    Waren dann so um 7 Uhr oder so am Ende der längsten Parkplatzschlange der Welt. Aber es war ok, die haben erst aufgemacht und daher gings dann auch gleich los. Wir haben uns dann den Premiumparkplatz direkt auf der großen Straße gesichert. Geil, so nah die Autos da zu haben…irre. Man muss nicht mehr schauen, dass man so viel wie möglich wegbekommt um möglichst wenig zu Laufen…man kann einfach lässig immer wieder Nachschub holen.

    Um 7:30 Uhr standen wir also dann in der Schlange für die Bändchen (Anstehen…das lernt man bei RiP jedesmal neu…) und sind um 8:07 Uhr oder so auf den Campingplatz bei C4…eigentlich sollte der ja erst um Punkt 8 Uhr öffnen, aber irgendwie standen da schon soooo viele Zelte…die haben garantiert früher aufgemacht.

    Haben uns dann schön ausgebreitet an der Stelle, wo wir schon letztes Jahr warten und haben abgewartet, wir mussten ja für 5 weitere Zelte reservieren (nächstes Jahr müssen alle Anderen reservieren!). Tja und dann warteten wir…und warteten…im Regen. Irgendwann haben wir dann schon mal Andis Riesenzelt aufgebaut, um wenigstens nen trockenen Fleck zum Warten zu haben. Um 12 Uhr oder so kam dann endlich die Ablöse, wir also alle nochmal mit meinem Auto zurück nach Erlangen, Sebbi und ich sind dann echt noch mal auf den Comicsalon. So verpeilt war ich noch nie…wenig geschlafen, früh aufgestanden und dann noch tausend Menschen im Comicwahn, des mach ich nimmer. Abends gegen 19 Uhr sind wir dann wieder zurück, ich hab mein kleines Auto in ne Lücke gequetscht und hab mit Sebbi das Ausladen begonnen. Wenigstens hats da nicht mehr geregnet…mein Zelt ist nämlich nicht mehr ganz dicht, deswegen hab ich mein Innenzelt erst abends eingehängt. :)

    Dann erst mal bei den Mitbewohnern und Nachbarn vorgestellt…und dann ging sie auch schon los…die Party mit Realitätsverlust.

    Haben uns dann mit nem Nachbarn abends noch mal kurz „Rage against the Machine“ angeschaut, wenns am Donnerstag schon losgeht mit der Musik muss man ja auch mal hinsehen…trotz Schlamm und Matsch.

    Die Nacht war dann gut ungemütlich wegen Kälte und lärmenden Nachbarn (Megafone nachts sollten verboten werden), der Sonnenschein nach dem Aufstehen hat aber alles wieder wett gemacht.

    Freitags kamen dann Dö und Sven aus München nach…und nach ner Odysee wegen den Karten haben die beiden es dann auch geschafft, ein Bändchen zu haben. Bis dahin sind die auf den Campingplatz eingestiegen und wir mussten die Rucksäcke zum Zelt schleppen. Was man nich alles tut für die beste Freundin. 😀 Die Wartezeit wurde dann überbrückt von netten Menschen mit Gitarren…auch schön.

    Haben uns dann Richtung Stage bewegt, um „Pendulum“ und „Bullet for my Valentine“ zu sehen…ohne Dö, die musste ihre liegengelassene Steuererklärung noch suchen…(erfolglos übrigens, aber das Mercure Hotel hat ihr am nächsten Tag ne SMS geschrieben, dass ihre Lohnsteuererklärung gefunden wurde und an der Rezeption liegt…hahaha!). Dann noch mal schnell zurück, was trinken, umziehen und die Mission „alle vorne rein für „Rise Against“ und „Rammstein“ antreten. Leider kamen noch mehr Menschen auf diese Wahnsinnsidee, weswegen wir erstens) fast totgequetscht wurden und zweitens) wir uns alle verloren haben. Ich hatte dann keinen Bock mehr und hab mich in die Menge geschlagen…irgendwann fand ich dann wenigstens Sebbi wieder, ganz alleine macht sowas nämlich echt keinen Spaß. Haben dann zusammen versucht, bei „Rammstein“ nicht zerquetscht zu werden…krasse Show! Ständig Feuer, Explosionen oder Rauch…Wahnsinn. Die totale Reizüberflutung! Nach dem Konzert sind wir ganz brav zurück zum Zeltplatz, um auf die Ankunft aller Anderen zu warten…

    Samstag, nach noch ner Nacht schlechten Schlafes (die Nachbarn fanden es lustig, die ganze Nacht rumzugröhlen und zu blöken wie Schafe…) ganz früh aufgestanden und erst mal gefrühstückt. Lecker trocken Brot mit Würstchen und Käse. Yammie!

    Dann erst mal lässig mit allen in die Sonne gesetzt und den Leuten beim übelst lustigen Bierspiel zugeschaut. Irgendwann gegen 12 Uhr sind Sebbi und ND dann zum Stadionbad aufgebrochen, wir alle dachten, des wäre umsonst. Während die Jungs weg waren (gefühlte 5 Stunden?) haben wir dann schon mal die Wodkavorräte geschmälert und die Wasserspritzpistolen der Nachbarn voll Wasser gefüllt. Tja und ab da ging dann die größte Wasserschlacht der Welt ab bei uns auf C4.9…jeder und alles wurden nassgemacht. Den Jungs zuliebe haben wir dann nur auf die Hupen der Mädels (Misson „Befreit die Zwillinge“) gezielt…hartgeiler Spaß…am Ende waren dann alle, inklusive der Nachbarn, tropfnass (und mein kleiner Zeh gebrochen weil ich im Rausch gegen nen Betonklotz geknallt bin beim Laufen). Haben uns dann umgezogen und sind Richtung „The Sounds“ und „Kate Nash“ gewandert. Nette Bands (soweit ich sehen konnte…ich hatte doch etwas Probleme mit dem Fokussieren), die wir aber nur vom Schatten aus verfolgt haben, denn in der Sonne war es viel zu heiß (ich will ja nicht übers Wetter jammern, aber ein paar kleine Wölkchen wären schon schön gewesen…) Dann zurück zu den Zelten, umziehen für Abends und dann zurück für „Kiss“. Sind dann noch in die Clubstage zu „Heaven shall burn“…so voll war das da drin noch nie. Da sind die Massen an uns vorbei geströmt, abartig! Die haben innen sogar alle Ränge aufgemacht, und selbst die waren voll…

    Am Sonntag wurden wir dann von der „Beppoparty“ der Nachbarn geweckt…oh man, die Chaoten.

    Brezelhagel!

    Haben sonntags dann „As I lay dying“ und „Stone Sour“ in der prallen Sonne angeschaut und sind dabei fast gestorben, so haben wir geschwitzt. Für „30 Seconds to Mars“ sind wir dann sogar vorne in den vorderen Wellenbrecher gekommen…super Sicht, leider war das Konzert nicht so besonders, weil Herr Leto ständig gelabert hat und das Publikum ständig aufforderte, irgendwas zu machen…nerv. Dann jedoch sagte er „die ersten 10, die es crowdsurfend vor schaffen, dürfen mit auf die Bühne“…tja und weil mir grad eh fad war hab ich Sebbi meine Tasche gegeben und bin vor…Crowdsurfen is sauätzend, wenn die Leute nicht damit rechnen, dass wer kommt…ich hab ständig alle angeschrien, sie sollen mich ja nich fallen lassen und so. Tja und dann standen wir da vorne, der Security wollte uns schon rausscheuchen, als Mr. Leto meinte „ihr kommt auch hoch“…wir waren so die 20ten oder so, die vorne waren. Naja und dann bin ich die Stage hochgeklettert…uff ist das hoch, wenn man so unsportlich ist wie ich. Irre, dann standen wir da oben (mein erster Gedanke war übrigens nicht etwa „Wahnsinn, ich steh hinter Jared Leto auf der Bühne“ sondern „kacke, ich hab mich nicht geschminkt“), auf der Centerstage und haben hinab gesehen auf diese Menschenmassen. Wahnsinnsgefühl…vor allem wenns bei einer der Lieblingsbands ist.

    Nach dem letzten Lied wurden wir dann runtergeführt und ich musste erst noch meine Tasche irgendwie wieder bekommen. Das Festival haben wir dann mit „Muse“ ausklingen lassen, und sogar da war der Wettergott uns noch hold, weil es nur ganz kurz geregnet hat.

    Naja und dann haben wir die letzte Nacht im Chaos geschlafen, ich konnte nicht gut schlafen weil ich ständig Angst hatte, die Pfandsammler klauen was oder die Nachbarn fackeln uns ab…mäh! Haben dann um halb Sieben die Jungs geweckt, gepackt und sind ab nach Hause.

    Das Resozialisieren hat dieses Jahr so lang gedauert wie noch nie…ich hab ne ganze Woche allem hinterher geheult…weil es dieses Jahr aber auch sooo perfekt war…der Spaß, das Wetter, die Nachbarn (auch wenn die stellenweise echt am liebsten umgebracht hätte, weil entweder haben die einen geblöckt wie Schafe oder die anderen nachts rumgegröhlt), die Zeltgenossin (ganz große Liebe), die Freunde, die Freude, die Bands, die Stimmung…ALLES war so perfekt. Und weil es so wenige Bands waren, die ich sehen wollte, wars auch super unstressig…

    Am Montag dachte ich mir die ganze Zeit „Realität, fahr zur Hölle, wir hatten so ne brutal hartgeile Zeit…“…ich wär am liebsten sofort wieder zurück gefahren…ich hasse den verkaterten, Emotag direkt nach so nem Event, immerhin weiß ich mittlerweile, dass es immer wieder so geil werden kann.

    Fakt ist, Spaß ist was man selbst draus macht, ich will zum Highfield und hab dank L&M auch nen Tetrapakhalter…genial! Jetzt brauch ich nur noch große Ziplock Beutel fürs nächste Mal, dann muss ich auch nicht immer ständig in den Tüten rumgruscheln. Da wir fleißig Bier geschnorrt haben, sind wir mit ewig viel Dosen zurück gekommen…und da wir wenig gegessen haben am Zelt haben wir noch alle Dosen…nächstes Mal nehm ich gar keine Dosen mit…lieber was Frisches essen…ist schon auch besser irgendwie.

    PS: sorry, dass ich so lange gebraucht hab für den Artikel, aber es ging einfach nicht früher…

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3 Kommentare zu “Rock im Park 2010 – die ganze Story” RSS icon

  • Ganz großes Kino war das wieder mal und dank weiterem Fest dieses Wochenende und Grillwetter dazwischen komm ich gar nicht mehr aus diesem Feeling raus 😉

    Jetzt heißt es nur noch WM gewinnen, Zeit bist Highfield überbrücken und dann noch Geburtstags feiern … deinen! 😀

  • Oh man wird des noch anstrengend alles, und das in meinem alter
    :DD

  • Cool! Wie ich sehe, ihr habt auch echt viel lustiges erlebt…! Vor allem das mit dem Parkplatz ist sicher viel wert, denn wir hatten locker 40 Min. zum Auto und nochmal 40 Min. wieder zurück. Aber es war einfach super genial *schwärm*


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